Homsy

Die beste App für den Betreuungsplan im Co-Parenting 2026

Von Ziggy · Aktualisiert am 7. Sep 2026 · 5 Min. Lesezeit

Einen Betreuungsplan auf Papier, per Nachricht oder aus dem Gedächtnis zu führen ist ein Rezept für Streit. Verpasste Übergaben, umstrittene Ausgaben und „das habe ich dir doch gesagt"-Auseinandersetzungen kommen alle aus demselben Problem: Es gibt keine gemeinsame Wahrheit.

Eine App für den Betreuungsplan schafft diese gemeinsame Wahrheit. Beide Eltern sehen denselben Kalender, dieselben Termine und dieselben Einträge. Ein vergiftetes Verhältnis repariert sie nicht, aber sie nimmt die organisatorische Reibung weg, die selbst gute Verhältnisse schwerer macht, als sie sein müssten.

Was getrennt erziehende Eltern von einer App brauchen

Gemeinsamer Betreuungskalender. Beide Eltern sehen den Betreuungsplan und alle Termine der Kinder. Keine Überraschungen.

Termine verwalten. Arzttermine, Schulveranstaltungen, Hobbys — einmal eingetragen, für beide Eltern sichtbar.

Schriftlicher Verlauf. Kommunikation, auf die man sich später berufen kann. Kein „das habe ich nie gesagt".

Kosten erfassen. Gemeinsame Ausgaben belegt und nachvollziehbar geteilt.

Auf beiden Plattformen. Beide Eltern müssen sie nutzen können, egal ob iPhone oder Android.

Die besten Apps fürs Co-Parenting

Homsy — am besten für kooperative Eltern

Homsy ist ein Familienorganizer, der in Co-Parenting-Situationen gut funktioniert, in denen beide Eltern zusammenarbeiten können. Das Modell des gemeinsamen Haushalts gibt beiden Eltern Einblick in die Termine, Aufgaben und Aktivitäten der Kinder. Es ist einfacher als spezialisierte Co-Parenting-Apps und deckt die alltägliche Organisation des Haushalts neben dem Betreuungsplan mit ab.

Am besten für: kooperative getrennt erziehende Eltern, die ein gemeinsames Organisationswerkzeug brauchen. Plattformen: iOS, Android

OurFamilyWizard — am besten bei hohem Konfliktniveau

OurFamilyWizard ist eigens fürs Co-Parenting gebaut und enthält Betreuungskalender, Kostenerfassung und ein Nachrichtensystem, dessen Aufzeichnungen vor Gericht verwendbar sind. Fachleute (Therapeuten, Anwältinnen, Mediatoren) können Zugang bekommen.

Am besten für: konfliktreiches Co-Parenting, bei dem die Dokumentation zählt. Plattformen: iOS, Android, Web

Cozi — am besten für einfaches Kalenderteilen

Cozis gemeinsamer Kalender deckt die Grundlagen der Terminplanung im Co-Parenting ab. Er ist nicht eigens dafür gebaut, aber wenn es euch vor allem ums Teilen des Kalenders geht, reicht er, und er ist kostenlos.

Am besten für: getrennt erziehende Eltern mit wenig Konflikt, denen es vor allem um Einblick in den Kalender geht. Plattformen: iOS, Android, Web

Google Kalender — die kostenlose Grundlage

Leg einen gemeinsamen Kalender „Kinder" an, den beide Eltern sehen und bearbeiten können. Schlicht, aber für die Terminplanung tauglich. Keine Kostenerfassung, kein schriftlicher Verlauf.

Am besten für: getrennt erziehende Eltern, die nur den Kalender teilen wollen und nichts zahlen möchten. Plattformen: alle

2Houses — für getrennte Familien gebaut

Eigens fürs Co-Parenting gebaut, mit gemeinsamen Kalendern, Kostenverwaltung, Nachrichten und einem Tagebuch, um Neuigkeiten über die Kinder zu teilen. Stärker aufs Co-Parenting zugeschnitten als allgemeine Familienorganizer.

Am besten für: getrennt erziehende Eltern, die eine eigens dafür gebaute Lösung mit Kostenverwaltung wollen. Plattformen: iOS, Android, Web

Kooperativ oder konfliktreich: danach entscheiden

Welche App die richtige ist, hängt von eurem Verhältnis ab:

Kooperatives Co-Parenting: Ihr redet einigermaßen gut miteinander, braucht aber bessere Systeme. Ein allgemeiner Familienorganizer (Homsy, Cozi) passt gut. Ihr braucht keine gerichtsfeste Dokumentation — ihr braucht gemeinsame Sichtbarkeit.

Konfliktreiches Co-Parenting: Die Verständigung ist schwierig, Absprachen werden bestritten, und die Dokumentation zählt. Spezialisierte Apps (OurFamilyWizard, 2Houses) bieten die Struktur und die Aufzeichnungen, die beide Seiten schützen.

Paralleles Erziehen: Wenn ihr parallel erzieht, mit möglichst wenig Kontakt, braucht ihr eine App, die den direkten Austausch klein hält und trotzdem den Terminplan sichtbar macht.

Den Co-Parenting-Kalender aufsetzen

  1. Trag den Betreuungsplan ein. Bildet die ganze Rotation ab — wer die Kinder wann hat, samt Feiertagen und Ferien.
  2. Trag alle Aktivitäten der Kinder ein. Sport, Unterricht, Nachhilfe, Verabredungen. Beide Eltern sollten alles sehen, egal in wessen Zeit es fällt.
  3. Nimm die Termine dazu. Arzt, Zahnarzt, Therapie, Elterngespräche. Legt fest, welcher Elternteil hingeht.
  4. Regelt die Übergaben. Uhrzeiten, Orte und alles, was zum Bringen und Holen gehört.
  5. Einigt euch auf die Regeln. Beide Eltern tragen Termine ein. Beide schauen in den Kalender, bevor sie etwas ausmachen. Änderungen laufen über die App, mit angemessener Vorlaufzeit.

Ausgaben verwalten

Gemeinsame Ausgaben (Arzt, Hobbys, Schulkosten) sind ein häufiger Streitpunkt. Eine App, die Ausgaben mit Belegen, Beträgen und Anteilen festhält, nimmt die Unklarheit heraus.

Der Ablauf: Ein Elternteil trägt die Ausgabe mit dem Beleg ein. Die App rechnet den Anteil des anderen Elternteils aus. Alles ist belegt und nachvollziehbar.

Gute Gewohnheiten in der Kommunikation

Auch mit einer App zählt die Qualität der Verständigung. Haltet Nachrichten:

  • Auf die Kinder bezogen. Nur um die Kinder und die Organisation.
  • Kurz. Sagt die Information. Lasst die Kommentare weg.
  • Zeitnah. Sitzt Terminänderungen nicht aus.
  • Belegt. Nutzt die Nachrichten der App statt SMS oder Anrufe, damit es einen durchsuchbaren Verlauf gibt.

Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zur Kommunikation im Co-Parenting.


Häufig gestellte Fragen

Welche App ist die beste für Betreuungspläne im Co-Parenting?

Für kooperative Eltern bieten Homsy und Cozi gemeinsame Kalender mit wenig Reibung. Für konfliktreiche Fälle, in denen es auf Dokumentation ankommt, ist OurFamilyWizard der Standard. Entscheide nach eurem Verhältnis.

Gibt es eine kostenlose Co-Parenting-App?

Google Kalender ist kostenlos und deckt das einfache Teilen von Terminen ab. Cozi hat eine kostenlose Stufe. Die meisten spezialisierten Co-Parenting-Apps haben bezahlte Pläne, manche bieten eine eingeschränkte kostenlose Fassung.

Was sollte eine Co-Parenting-App enthalten?

Mindestens: einen gemeinsamen Betreuungskalender, Terminverwaltung und Unterstützung für beide Plattformen. Im Idealfall außerdem: Kostenerfassung, schriftlichen Verlauf und geteilte Dokumente. Konfliktreiche Fälle brauchen Aufzeichnungen, die vor Gericht verwendbar sind.

Wie bringe ich den anderen Elternteil dazu, eine App zu nutzen?

Stell es als Nutzen für die Kinder dar: „Ich will sichergehen, dass wir beide denselben Stand zu den Terminen der Kinder haben." Fang nur mit dem Kalender an. Der weniger technikaffine Elternteil steigt eher ein, wenn das Werkzeug einfach und offensichtlich nützlich ist.

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